Guatemala 

Guatemala ist ein wunderschönes Land voller Wunder und Legenden. Eine Vulkankette säumt das Hochland und trennt die Berge von der heissen Küste. 
Alte Maya-Tempel übersähen das Land und strahlen noch immer eine unglaubliche Mystik aus.

Doch Guatemala ist mit seinen knapp 13 Millionen EinwohnerInnen das bevölkerungsreichste Land Zentralamerikas. Über 50% der Menschen in Guatemala leben in extremer Armut. Mehr als 60% der Bevölkerung sind Indigenas (Nachfahren der Maya). Die offizielle Landessprache ist Spanisch, doch die Indigenas sprechen noch heute größtenteils ihre 22 Mayadialekte. 

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts litt das Land unter einem der längsten Bürgerkriege Zentralamerikas. Im Jahre 1996 unterzeichneten Regierung und Guerilla-VertreterInnen nach 36 Kriegsjahren einen Friedensvertrag, der den Konflikt zumindest offiziell beendete. Dieser Bürgerkrieg hat mehr als 200.000 Menschenleben gekostet und über eine Millionen Menschen vertrieben.

Guatemala hat bis heute mit den Folgen des Bürgerkrieges zu kämpfen. Grundlegende politische und rechtliche Reformen stehen nach wie vor aus, um eine dauerhaft friedliche und demokratische Entwicklung anzustreben. Organisiertes Verbrechen, eine wachsende Kriminalität und Korruption erschweren jeden politischen Ansatz in eine bessere Zukunft. 

Die AnalphabetInnenrate in Guatemala liegt bei 35%. Auf dem Land können weit über 60% der Menschen nicht lesen und schreiben. Da Spanisch oft als Fremdsprache neben einer der indigenen Muttersprachen gelernt werden muss, sind den Ausbildungsmöglichkeiten Grenzen gesetzt.

Einem Großteil der Bevölkerung mangelt es an grundlegendster medizinischer Versorgung. Sanitäre Missstände sowie Mangel- und Unterernährung - vor allem 
bei Kindern - sind keine Seltenheit.

Glücklicherweise gibt es in Guatemala viele kleine sowie große Hilfsprojekte und Nicht-Regierungs-Organisationen (NROs). Der gemeinnützige Bremer Verein Mariposa e.V. arbeitet schon seit vielen Jahren eng mit einigen dieser NROs zusammen. Diese Partnerorganisationen werden von Mariposa e.V. finanziell, materiell und humanitär unterstützt. 


Am 15. September 2008 wurde bekannt gegeben, dass öffentliche Schulbildung
ab dem neuen Schuljahr 2009 gebührenfrei sein wird. Obwohl die guate-
maltekische Verfassung jedem das Recht auf kostenlose Bildung zusagt, wurde dieses Recht seit 1968 missachtet; Eltern mussten für die Einschreibung, für Schuluniformen, Bücher und Material bezahlen. Der Präsident hat diese Gebührenerhebung durch die Schulen nun verboten! Das Bildungsministerium 
wird Q 270 Millionen (ca. 27 Millionen Euro) für 26.764 Bildungseinrichtungen 
der Vorschulen, Grund- und Sekundarschulen bereitstellen. Allerdings gibt es in Guatemala nur relativ wenige öffentliche Sekundarschulen (Basicos). 
Die privaten Sekundarschulen erheben natürlich weiterhin Schulgebühren.



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