Semilla de Esperanza y Amor Lysmenia Flores leitet das SEA
EBS
 
Tagesstätte Semilla de Esperanza y Amor (SEA)

San Mateo Milpas Altas ist ein kleines Bergdorf mit ca. 5400 EinwohnerInnen.  
Es liegt etwa eine halbe Stunde Busfahrt von Antigua entfernt. Die meisten der EinwohnerInnen sind Maya, die neben Spanisch auch ihre Muttersprache Cakchiquel sprechen. Sie leben hauptsächlich von der Landwirtschaft.
Die Familien haben in der Regel fünf bis sieben Kinder und leben in einfachen, oft sehr ärmlichen Behausungen aus Wellblech. Viele Frauen sind alleinstehend oder verwitwet und sind für die Versorgung, Gesundheit und Bildung ihrer Kinder allein verantwortlich.

Die Kindertagesstätte SEA gibt es seit 2007. Gegründet wurde das Projekt von 
der guatemaltekischen Lehrerin Lysmenia Flores mit der Absicht, den Kindern 
aus Familien mit geringstem Einkommen Bildung zu ermöglichen, ihren Schulabschluss zu sichern, sie medizinisch zu versorgen, ihnen einen Ort der Geborgenheit zu geben und sie mit einer Mittagsmahlzeit zu versorgen.
 
Da die wenigsten Eltern lesen und schreiben können, haben sie im Projekt die Möglichkeit, an einem Alphabetisierungskurs teilzunehmen. Auch Schreibmaschine kann erlernt werden, Frauen wird zudem ein Näh- bzw. Handarbeitskurs angeboten. Auf einem nahe gelegenen Stück Land pflanzt eine Schülergruppe Gemüse an und trägt dafür die Verantwortung von der Aussaat 
bis zur Ernte.
 
Zurzeit besuchen 110 Kinder die Tagesstätte jeweils vor bzw. nach ihrem regulären Schulbesuch. Die Vorschulkinder lernen und spielen ganztags im Projekt. Zwei Lehrerinnen sind fest angestellt, sie begleiten den Unterricht der öffentlichen Schulen mit darauf abgestimmten Unterrichtsinhalten und Aktivitäten und unterstützen die Schüler bei den Hausaufgaben.

Auch Lysmenia Flores erteilt neben ihren Aufgaben als Leiterin des Projekts Unterricht. Angewiesen sind die Lehrerinnen auf die Mitarbeit von internationalen freiwilligen HelferInnen, die den Unterricht unterstützen, die 
die Kinder fördern, mit ihnen singen und spielen, sich jedoch auch nach Absprache mit eigenen Projekten und Ideen einbringen können.
 
Heute besuchen alle Kinder die Dorfschule, beenden sie jedoch häufig ohne Abschluss, um zum Unterhalt der Familien mit beitragen zu können. Zwar sind die Schulgebühren für die staatlichen Schulen seit 2009 weggefallen, die Kosten für Bücher und Schulmaterial übersteigen dennoch die finanziellen Möglichkeiten der Familien.

Im SEA-Projekt gibt es zurzeit neun Schüler, die mit einem Stipendium vom CasaSito-Verein die weiterführende Schule (vergleichbar Sekundarstufe I) besuchen.

Für Spenden an „SEA“ geben Sie bitte auf dem Überweisungsschein unter Verwendungszweck das Kürzel „Bildung“ an.